Tuben-Dekorations-Automat: Funktion
Die neue Technologie erlaubt, dünne Folien ab Bahn auf ein Objekt aufzubringen, z.B. auf eine Tube, ein taktweises Laminieren also. Das System ist geeignet für Tuben und Hohlkörper in weiss oder transparent von 16 bis 50mm Durchmesser und maximal 250mm Länge. Grundmaterial ist eine ultradünne Polyethylenfolie von 12 bis 20μm. Um sie druckbereit zu machen, wird sie auf ein einseitig silikonisiertes Trägerpapier aufgebracht. Dieser Folienverbund ist unter der Marke „Stuff“ eingetragen und rechtlich geschützt. Bedruckt wird die Folie im hoch qualitativen UV-Flexodruck oder im Digitaldruck. Der Druckvorgang im Flexodruck ist multifunktional ausgelegt: Drucken, Prägen, Kaschieren, Laminieren und Stanzen mit Gitterabzug in einem Durchgang. Dank dem Konterdruck bleibt das Druckbild nach der Applikation auf der Tube durch die Folie geschützt. Es sind zwei Prägungsarten möglich: die Kaltprägung in Gold und Silber als preiswerte Veredelung und die Heissprägung für verschiedene Farben für feine Elemente. Ein weiterer Vorteil: Die Folie verbindet sich beim Verschweissen der gefüllten Tube mit dem Tubenmaterial. Ein Ausfransen der Etikette am Tubenrand ist damit ausgeschlossen.
Das neue Verfahren der Tubendekoration ist eine gemeinsame Entwicklung der MPS AG, Lerchmüller AG und ATC AG. Für die Applikation der Folie Stuff auf die Tube wurde eigens ein neues Applikationsverfahren entwickelt. Diese Maschine erfüllt eine doppelte Aufgabe: Sie platziert erstens das Bild so, wie es der Kunde wünscht, ausgerichtet auf den Verschluss oder die Schweissnaht. Sie überträgt zweitens das Stuff auf den Tubenkörper. Mit einem Halb- oder einem Vollautomaten werden die fertigen Tuben schliesslich ausgeschossen und manuell oder automatisch in Schachteln abgepackt